Praxis Dr. Klaus Dörflinger

 

 

 

1. Die Bedeutung der Thymusdrüse im menschlichen Körper   

Die Natur lässt weder in der Pflanze noch im tierischen oder menschlichen Körper etwas "umsonst", d.h. ohne Funktion mitwachsen. Jedes Organ erfüllt eine mehr oder weniger lebensnotwendige Aufgabe. Besonders wichtig ist z.B. die Bauchspeicheldrüse, die den Blutzuckerspiegel regelt. Je nach Bedarf werden Stoffe (Hormone) abgesondert, die die Lebensvorgänge steuern. Bei Ausfall oder Unterfunktion dieses Organs kann es zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen. Schon im Altertum versuchte man, einen derartigen Mangel durch Gabe von Extrakten tierischen Ursprungs zu beheben. Das beste Beispiel ist der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Hunderttausende wären an dieser Erkrankung gestorben, hätte man ihnen nicht einen Extrakt aus der Bauchspeicheldrüse von Tieren zugeführt.  

Diese Beobachtungen bestätigen die Theorie von der Bedeutung der Thymusdrüse, auch Briesdrüse genannt, für die körpereigene Abwehr. Wenn durch die Gabe von Bauchspeicheldrüsenextrakt die Funktion der Bauchspeicheldrüse angeregt wird, sollte der Extrakt der Thymusdrüse stimulierend auf das Immunsystem wirken. Die Thymusdrüse wird auch als Schaltzentrale der körpereigenen Abwehr bezeichnet und befindet sich beim Menschen direkt hinter dem Brustbein.  

 

2. Die Geschichte der Thymus-Therapie   

Der Grundgedanke zur Thymus-Therapie bestand bereits vor mehr als 2.000 Jahren. Durch Übertragung natürlicher, zumeist tierischer Substanzen sollten ältere Menschen ihre Gesundheit und Spannkraft wieder erlangen. So hat der Philosoph Aristoteles in der Antike die Anwendung tierischer Präparate auf den menschlichen Organismus empfohlen und Paracelsus lehrte als Arzt schon im Mittelalter "Similia Similibus Curantur" - Gleiches mit Gleichem heilen. Ein Grundsatz der Homöopathie.  

In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts injizierte1 der Schweizer Mediziner Prof. Dr. Niehans einer Patientin erstmals eine Lösung aus Zellgewebe der Nebenschilddrüse. Diese Behandlung führte zu einem großen Heilerfolg. Die Tetanie, der Muskelkrampf, verschwand. Die Zelltherapie war geboren.

Einer der bedeutendsten Entwicklungsschritte in der Thymus-Therapie wurde in den 70´ern von dem Schwedischen Arzt Dr. Sandberg erarbeitet. Er verwendete kein Zellpräparat mehr sondern entwickelte einen Extrakt bzw. Auszug aus der Thymusdrüse und injizierte ihn mit grossem Erfolg seinem tuberkulosekranken Bruder.  

Vorausgegangen waren Beobachtungen, die er während der Schlachttierbeschau bei jungen Kälbern machte. Die Thymusdrüse gesunder Kälber (ohne Antibiotika² - und Östrogenfütterung) ist hell, prall gefüllt und äusserlich unauffällig. Bei Tieren, die bereits Infekte durchgemacht haben, die jedoch ausgeheilt sind, zeigen sich bereits Veränderungen. Die Drüsen sind kleiner, etwas lappig 

ingezogcn und härter - zwar geschwächt, aber noch funktionsfähig. Chronische Infektionen führen bei den Tieren zu einer Verhärtung der Thymusdrüse, die in Form und Farbe verändert und in der Funktion erheblich eingeschränkt ist.

Diese Beobachtungen führten zur Erkenntnis der Bedeutung der Thymusdrüse für den Gesundheitszustand eines Körpers. Dr. Sandberg gelang es, die Proteine aus Thymusdrüsen von jungen Kälbern herzustellen, und zwar in natürlicher, d.h. physiologischer Konzentration der einzelnen Thymuswirkstoffe. Diesen von ihm entwickelten Thymus-Gesamtprotein nannte er "THX". In Deutschland arbeiten seit über 20 Jahren Therapeuten mit einer Fortentwicklung dieses Naturheilmittels, dem Thymus-Protein. Es gibt aber auch diverse andere Thymus- Präparate.  

1. Injektion: Einspritzung von Medikamenten in den Körper.  

2. Antibiotika: Substanzen, die Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen abtöten bzw. in ihrer Vermehrungsfähigkeit beeinträchtigen

 

 3. Die Funktion des Immunsystems  

Das Immunsystem, die "persönliche Privatarmee" zur Abwehr von Krankheiten wird beim Menschen schon im frühen Kindesalter aufgebaut. Das Immunsystem besteht aus der Thymusdrüse, dem Knochenmark, der Milz1, allen Lymphknoten² sowie den gesamten weissen Blutkörperchen. Dazu kommt noch die Haut des Menschen, die eine erste Schutzbarriere gegen Eindringlinge von aussen bildet und der gesamte Magen-Darm-Trakt, der alle Bakterien etc. aus der Nahrung herausfiltern muss. Dieses Abwehrsystem umfasst mehr als 5 Prozent des gesamten Körpergewichtes.

Das Immunsystem steht dann allzeit bereit, um Krankheitserreger, die von aussen in den Körper eindringen (Bakterien, Viren, Pilze, Gifte), rasch und sicher zu vernichten. Nach unseren heutigen Erkenntnissen ist die Entwicklung der Abwehrkraft eines Organismus aber auch sehr eng mit der Funktion der Thymusdrüse verknüpft.  

Die Thymusdrüse ist bei der Geburt das grösste Organ des Lymphsystems. Milz und Lymphknoten sind zu diesem Zeitpunkt noch wenig entwickelt. Die richtige Funktion der einzelnen "Stationen" dieses Systems sind die Grundlage für die körpereigene Abwehr jedes Lebewesens.  

1. Milz: weiches, schwammartiges Organ. Ähnlich wie die Lymphknoten filtert sie Blut, entsorgt alte Blutkörperchen und bildet neue. Die Milz liegt unter dem linken Zwerchfell im Oberbauch und wiegt etwa 200 Gramm. Im ersten Lebensstadium ist die Milz wesentlich an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt. Beim Erwachsenen übernimmt das Knochenmark diese Funktion.  

2. Lymphknoten: Kleine, etwa bohnenförmige Organe, die im ganzen Körper entlang der Lymphbahnen angeordnet sind. Sie beherbergen weiße Blutkörperchen (besonders Lymphozyten) mit wichtigen Abwehrfunktionen und dienen als Filter für Bakterien und auch für Krebszellen.  

 

 

4. Die Thymusdrüse – Die Schaltzentrale der körpereigenen Abwehr 

Bis zur Pubertät ist die Thymusdrüse besonders gross und aktiv. In der Thymusdrüse werden spezielle "Blutzellen" ausgebildet und geschult um das Abwehrsystem des Körpers aufzubauen. Daher wird die Thymusdrüse auch als "Schaltzentrale der körpereigenen Abwehr" bezeichnet. Zusätzlich bildet das Knochenmark ständig weisse Blutkörperchen, die sog. "Blutpolizisten". Dazu gehören auch die Lymphzellen (Lymphozyten), die in ihrer Jugend vom Knochenmark in die Thymusdrüse gelangen. Hier werden sie durch die dort vorhandenen Informationshormone so geschult, dass sie das körpereigene Zellgewebe erkennen und nicht angreifen. Körperfremde Zellen und Ablagerungsmaterialien dagegen werden als "fremd" identifiziert. Die Lymphozyten gehen entweder selbst zum Angriff über (Killerzellen) oder die Angriffssignale werden an die übrige "Blutpolizei" weitergegeben, d.h. alle grossen Fress- und Abräumzellen erkennen bei einem intakten Immunsystem auch sog. versteckte Fremdzellen und unkontrolliert wuchernde Zellen und machen sie unschädlich. Immunforscher haben festgestellt, dass sich derartige Vorgänge etwa wöchentlich abspielen, ohne bösartige Folgen zu hinterlassen. 

 

 

5. Wie entsteht eine Störung im Immunsystem?  

Hierfür gibt es verschiedene Gründe:  

Das Nachlassen der Abwehrkräfte im Alter ist eine ganz natürliche Entwicklung. In der Pubertät erreicht die Thymusdrüse ihre volle Leistungskraft. Danach verringert sich kontinuierlich die Produktion von Thymosinen, diese für die Abwehr so wichtigen Thymus-Wirkstoffe. Im Alter von 50 Jahren haben wir nur noch 20% ihrer Menge im Vergleich zur Pubertät. Bis zum 70. Lebensjahr hat die Thymusdrüse ihre Arbeit fast völlig eingestellt. Das bedeutet: Das Immunsystem braucht Hilfe, vor allem in der zweiten Lebenshälfte. Die Thymus-Therapie sorgt dafür, dass dem Körper wieder genügend Thymosine zur Verfügung stehen, um den Abwehrkampf gegen Viren, Bakterien, etc. nicht zu verlieren.  

Bei chronischen Entzündungen, z.B. der Atemwege, bei längerer Einnahme von Antibiotika oder bei Funktionsstörungen der lebenswichtigen Körperorgane, muß das Immunsystem Schwerstarbeit leisten. Kein Wunder, dass viele dieser Patienten unter Infektanfälligkeit leiden, sich schwach und hinfällig fühlen und nur vermindert leistungsfähig sind. Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises führen zu einer Art "Revolution des Immunsystems": Körperzellen, die beim gesunden Menschen Krankheiten bekämpfen, richten sich gegen den eigenen Körper und bringen so die lebensnotwendigen Abwehrfunktionen durcheinander. Mit einer Thymus-Kur geben Sie Ihrem Körper die notwendige Unterstützung bei der Regulation dieser Störung. 

Verschleiß (Arthrose) und chronische Entzündungen der Gelenke sind ebenfalls eine Belastungsprobe für das Immunsystem. Thymosine regen den Eiweißstoffwechsel an und helfen bei der natürlichen Entschlackung der Gelenke: Schwellungen, Rötungen und Schmerzen gehen zurück.

Ekzeme und andere Hautleidensind immer häufiger auf Umweltgifte und zunehmende UVA-Strahlung der Sonne zurückzuführen. Die Thymus-Wirkstoffe regen den Zellstoffwechsel der Haut an und helfen bei der Bildung neuer gesunder Hautzellen.  

Seelische Beschwerden wie Depressionen, Streß und Überforderung beeinträchtigen die Leistungen der Immunabwehr: Erreger können die Oberhand gewinnen, die Infektanfälligkeit nimmt zu.  

Ernste Erkrankungen und Operationen schwächen den ganzen Körper und vor allem das Immunsystem. Deshalb kann z.B. nach Operationen sogar ein banaler Schnupfen schwere Folgen haben. Die Thymus-Wirkstoffe stärken das Immunsystem und verkürzen die Erholungsphase nach schweren Eingriffen oder Behandlungen.  

 

6. Welche Krankheiten lassen sich günstig mit der Thymus-Therapie beeinflussen?  

Die Thymus-Wirkstoffe sind sog. Immunmodulatoren. Das bedeutet, sie sind bei allen "Fehlfunktionen" des Abwehrsystems einzusetzen. Dazu einige Beispiele von Krankheitsbildern, die gut auf eine Thymus-Therapie ansprechen:  

 Abwehrschwäche bzw. Infektanfälligkeit  

 Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises  

 Ekzeme und andere chronische Hautleiden  

 psychische Erschöpfungszustände und Antriebslosigkeit  

 Vor- und Nachbehandlung ernster Erkrankungen  

 Allergien wie Heuschnupfen und Asthma  

 Vor und nach schweren Operationen  

 

 

7. Woran erkennt man eine Schwächung des Immunsystems?  

Am genauesten geben Blutuntersuchungen Klarheit über die Situation des Immunsystems. Es gibt jedoch auch Anzeichen, auf die Sie selber achten können:  

 schnelles Ermüden und mangelnder Elan  

 Infektanfälligkeit und verlängerte Krankheitsdauer  

 Wundheilungsstörungen.  

Sie sollten Ihren Körper sorgfältig beobachten. Wenn sich diese Beschwerden nicht durch gesunde Lebensweise (gute Ernährung, viel Bewegung, viel Schlaf) bessern, sollten Sie Ihrem Therapeuten davon berichten.  

 

 

8. Was bewirkt die Thymus - Therapie?  

Weltweit liegen über 1.500 Studien und Erfahrungsberichte über die therapeutische Anwendung von Thymuspräparaten vor. Daraus können sich folgende mögliche Wirkungen ergeben:  

 Die Verständigung der Abwehrzellen untereinander wird verbessert.  

 Die im Organismus kreisenden Abwehrzellen werden aktiviert.  

 Thymusfaktoren regen im Knochenmark die Neubildung von Lymphozyten an                 und lassen sie zu funktionstüchtigen Abwehrzellen reifen.    

 Ein gestörtes Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Abwehrzellen wird ausgeglichen, etwa wenn ein Missverständnis zwichen fördernden Helfer-und bremsenden Suppressorzellen besteht.  

Wir möchten Sie an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Thymus-Therapie von der herrschenden schulmedizinischen Wissenschaft abgelehnt wird. Es handelt sich dabei um eine Aussenseitermethode. Die Anwendung der Methode birgt zwar spezifische Gefahren, sie kann aber dennoch aufgrund vielfacher weltweiter Erfahrung Heilung und Linderung bei verschiedenen Krankheiten bringen.  

 

 

9. Wie verläuft die Thymus – Therapie?  

Die Behandlung wird meistens ambulant (in der Praxis) durchgeführt. Die „lassische Thymus-Kur" besteht aus 15-20 Spritzen, die in einem Zeitraum von 2-5 Wochen verabreicht werden. Die Anwendung erfolgt in den Gesässmuskel und ist praktisch schmerzlos. Je nach Krankheitsbild kann dieses Therapieschema verändert werden. Bei manchen chronischen Erkrankungen kann die Therapie durch zusätzliche Injektionen (1-2 mal pro Woche über 2-3 Monate) noch verbessert werden.  

 

 

10. Ist mit Nebenwirkungen zu rechnen ?  

Die Wirkstoffe dieses Naturheilmittels sind Thymus-Peptide, ähnlich denen, die jede Thymusdrüse selbst produziert – eben häufig jedoch in nicht ausreichender Menge. Da in den Thymus-Peptiden keine langkettigen Eiweißmoleküle mehr enthalten sind, sondern nur noch die wirksamen Bestandteile, sind die Präparate gut verträglich. Nur gelegentlich treten Rötungen oder Juckreiz an der Injektionsstelle auf, die in der Regel ohne Behandlung wieder abklingen.  

 

 

11. Wie lange dauert es bis eine Wirkung zu spüren ist ?  

Die Thymus-Therapie wirkt langfristig. Schon nach ein paar Wochen kann eine Besserung des Allgemeinbefindens festgestellt werden. Das Wichtigste bei dieser Behandlung ist der mögliche Langzeiteffekt auf das Immunsystem. Funktionieren die Abwehrzellen in geforderter Weise, ist nicht mit Störungen zu rechnen. Ein grosser Schritt in Richtung „Gesundheit" ist damit getan.